Kurs auf Abstieg. Nicht "irreguläre" Migranten sind unsere Gegner, sondern der total verrückte Kurs der Bundesregierung.
Die Suche nach Sündenböcken für den Niedergang der deutschen Wirtschaft zielt vor allem auf "irreguläre" Migranten. Gemeint sind damit Menschen, die ohne die vorgeschriebenen Papiere eingereist sind, uns "die Arbeit wegnehmen" und überhaupt "an unserem Wohlstand schmarotzen". Sie sind naturgemäß weder beim Einwohnermeldeamt gemeldet noch sonstwie amtlich registriert, folglich ist das Ausmaß dieser verdeckten oder eben "irregulären" Migration den Behörden auch unbekannt, sie kennen nur die Zufälle, in denen Menschen ohne gültige Papiere der Polizei und Justiz auffallen. Es gibt darüber nur inoffizielle Schätzungen von Experten. Sie rechnen diese Zufälle auf insgesamt 200.000 bis 500.000 "irreguläre" Einwanderer hoch.
Demnach leben hier neben 13 Millionen amtlich registrierten Ausländern noch bis zu einer halben Million unerkannt - noch nicht einmal 4 Prozent! Das ist die ganze "irreguläre Migration", die nun von rechten Politikern zum Skandal Nummer eins aufgeblasen wird.
Diese 4-Prozent-Minderheit der Zugewanderten ohne Asylberechtigung oder sonstige "humanitäre" Duldung ist hergekommen auf der Suche nach auskömmlichen Lebensgrundlagen, also in erster Linie nach bezahlter Arbeit. Deshalb zählt die Sozialwissenschaft sie sehr richtig zur "Arbeitsmigration". Darin kommt zum Ausdruck, dass die deutsche Wirtschaft schon seit den 1950er Jahren immer auf Zuwanderung angewiesen war, um ihren wachsenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Heute fordern Wirtschaftsvertreter wieder von der Politik, dringend mehr Arbeitsmigration zu ermöglichen.
Diese "Sans-papiers" (so nennt man sie in Frankreich, wo deren Zahl viel höher ist als bei uns) machen in Deutschland nur einen verschwindend geringen Bruchteil von weniger als einem Prozent der Erwerbstätigen aus. Dabei hat die Forschung schon 2009 statistisch belegt: die Erwerbsquote liegt beim ausländischen Bevölkerungsteil sogar höher als beim deutschen. Und das obgleich die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Deutschland erst vor vier Jahren eine nur geringe Attraktivität für ausländische Fachkräfte bescheinigte. Auch davon soll die populistische Agitation mit der "irregulären Migration" ablenken.1)
Fazit: Wenn jemand "uns" die Wirtschaft kaputt macht, sind das nicht irgendwelche von auswärts Zugewanderten, sondern unsere eigenen Politiker und deren superreiche Klientel.
https://norberthaering.de/new/fachkraeftemigration/
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