Die LINKE demontiert sich auch als Anti-Kriegs-Partei weiter

Gruppen aus sechs Bundesländern, die sich als »linke oppositionelle Zusammenschlüsse in der Partei Die LINKE« bezeichnen, rufen zur Teilnahme an der von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer angemeldeten Großkundgebung am 25.02.2023 in Berlin für sofortige Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg auf. Zugleich äußern sie ihr Unverständnis über den Vorstandsbeschluss, mit dem die Linke-Parteispitze sich einer gemeinsamen Demonstration für den Frieden verweigert. Wer ein Friedensmanifest, das neben der Theologin Margot Käßmann und dem Ex-Vizepräsidenten der EU-Kommission Günter Verheugen inzwischen von 570.000 Menschen unterschrieben wurde, mit dem Vorwurf der Nähe zu Faschisten zu diskreditieren versuche, habe die Notwendigkeit eines breiten Bündnisses gegen den Krieg nicht verstanden, stellen die Oppositionsgruppen in der Linken fest.

Der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei Tobias Blank: "Diesen Aufruf haben wir uns als Parteivorstand nach intensiver Beratung nicht zu eigen gemacht." Das begründete er mit einer fehlenden Abgrenzung des Aufrufs und seiner Initiatorinnen (!) gegen die extreme Rechte.

Die LINKE-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sieht in diesem Vorstandsbeschluss "eine nicht zu entschuldigende Fehlleistung, die große Friedenskundgebung derart zu diffamieren. So handelt die Spitze einer Sekte, aber keine verantwortungsvolle linke Partei.“

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