Jacob Zuma's "Zulu-Rassismus" und die Zukunft der Demokratie im südlichen Afrika
Liebe Schwester,
mit etwas Verspätung habe ich jetzt den Zeitungsaufsatz
gelesen, den du mir aus Südafrika gesandt hast. (Leider ohne Quellenangabe, so dass ich ihn hier nicht verlinken kann.)
Hierzulande kreisen die Medienberichte über Jacob Zumas
Inhaftierung und die daraus entstandenen Gewaltexzesse fast ausschließlich um
die Anklage der ANC-Herrschaft als „Kleptokratie“. In diesen Topf schmeißen unsere
Medien überhaupt alles, was deutsche Hirne zu Südafrika lesen und hören
(sollen). Dieser in meinen Augen äußerst einseitigen Schablone folgend gäbe
es also auch keinerlei Unterschiede zwischen Zuma und der aktuellen ANC-Funktionärskaste.
Und was hier in Deutschland noch schändlicher ist: So kann man sich um das Problem
des Rassismus scheinheilig herummogeln, der im südlichen Afrika nach dem
offiziellen Ende der Apartheid zwar (wieder) seine Farbe geändert hat, aber doch
eng mit den Hinterlassenschaften des westlichen Kolonialismus verbunden ist. Da
war es für mich sehr erhellend, diese Geschichte mal aus der Sicht eines ANC-Aktivisten
zu erfahren.
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