Höchste Risikogruppen: Die Mehrfach-Unterklassen. Zum Klassencharakter der Corona-Maßnahmen.

Die EU und die Mitgliedsstaaten ließen sich wie die Trump-Regierung durch die oberste wissenschaftliche Autorität des Westens in Sachen Gesundheit, die Johns Hopkins University, in Sicherheit wiegen. Die Gesundheits-Institute dieser privaten US-Elite-Universität werden von den Privatstiftungen superreicher Unternehmer wie Michael Bloomberg, Bill Gates und Stavros Niarchos finanziert. Sie hat mehr Mittel als die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Universität erstellt den Welt-Index für Gesundheitssicherheit (Global Health Security Index). Er bewertet die Gesundheitssysteme der 193 UNO-Staaten. Die Gesundheitssysteme der USA und Großbritanniens stehen auf Platz 1 und 2: Sie gelten gegen Pandemien als „am besten vorbereitet“! Und die Gesundheitssysteme der EU-Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland gelten in den vorderen Rängen als „gut vorbereitet“.

Auch deshalb wiegten sich nicht nur die US-Regierung unter Präsident Trump, sondern auch die EU und die Regierungen der EU-Staaten in Sicherheit. Die Regierungsberater und Gesundheitsminister Jens Spahn behaupteten noch Ende Februar 2020: Keine Gefahr! Sie ergriffen die Gegenmaßnahmen erstens unvorbereitet, zweitens zu spät, drittens aus der Sicht der herrschenden Klasse.

Die herrschende Virologie : Soziale Erblindung

Virologen und Epidemiker der Johns Hopkins University, des Robert Koch-Instituts und der Charité sind aufgestiegen im privatisierten Gesundheits- und Forschungssystem, haben staatsnahe, systemrelevante Funktionen, werden gelobt, gut bezahlt, bespendet. So entsteht die kollektive Selbsterblindung der herrschenden Elite.

Die Menschen werden von den herrschenden Virologen nur als biologische Wesen betrachtet, die Virus-Infektion als nur biologisches Geschehen. Deshalb haben die Pandemie-Maßnahmen allgemeinen Charakter, treffen also möglichst alle, statt die besonders Gefährdeten besonders zu schützen, vorrangig zu testen und zu behandeln, wie es etwa in Südkorea und China gemacht wird.

Deshalb forderte Ende März 2020 das Robert Koch-Institut dazu auf, dass bei „Corona-Toten“ nicht die Rechtsmedizin eingeschaltet wird. Das ist gegen geltendes Recht.

Wenn die Bekämpfung der Pandemie wissenschaftlich angelegt worden wäre, hätte man so vorgehen müssen: Sofort mit Beginn die gesundheitlich angeschlagenen Risikogruppen identifizieren – nach Arbeits-, Lebens-, Wohn-, Umwelt-, Alters- und Gesundheitsverhältnissen; diese Gruppen möglichst vollständig testen; die Rechtsmedizin auf breiter Ebene einsetzen; danach die Maßnahmen mit Behandeln, Schutzmaßnahmen, Quarantäne ausrichten.

Aber gerade das wurde nicht getan. In den Altenheimen, Fleischfabriken, sozialen Brennpunkten usw. wurde weder in den USA noch in der EU getestet – oder eben erst dann, als von dort katastrophisch die Infektionen sich auch in der Umgebung ausbreiteten wie in der Fleischindustrie und beim Iduna-Zentrum in Göttingen, einem heruntergekommenen Plattenbau, in dem von Amtswegen 700 Migranten, Arbeitslose, Obdachlose, Drogensüchtige auf engstem Raum zusammengepfercht werden. So kamen unterdrückte Risikogruppen auch in Deutschland wie in den USA nur katastrophisch, „überraschend“ und spät zutage: So auch die vielfach infizierten migrantischen Arbeiter der Fleischindustrie. Innerhalb weniger Tage wurden hohe Infektionsraten bekannt: Beim Westfleisch-Konzern in NRW, bei Müller Fleisch in Baden-Württemberg, bei Vion in Schleswig-Holstein usw. Und dann, besonders lange verzögert, beim Marktführer Tönnies im größten Schweineschlachthaus Europas, in Rheda-Wiedenbrück, am 24. Juni mehr als 1.500 Infizierte. Erst dann ließen die Behörden die Arbeiter testen.

zusammengefasst aus: Werner Rügemer, „Imperium EU: ArbeitsUnrecht, Krisen, neue Gegenwehr“. Papyrossa Verlag Köln 2020. Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=67305

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